Sie sind gerade zu einem der heißesten Marketing-Trends 2018 erklärt worden: Videos. Die bewegten Bilder sind aus dem Content-Marketing nicht mehr wegzudenken. Stolze 88 Prozent der Zielgruppe der 14- bis 29-Jährigen konsumieren jede Woche Videos im Internet, haben ARD und ZDF in einer Onlinestudie herausgefunden. Außerdem bemerkenswert: Generell wird mehr als ein Drittel des täglichen Medienkonsums über Videos abgedeckt.

Mehr als eine Werbebotschaft

Nicht die Werbebotschaft, sondern die Information steht im Mittelpunkt des Content-Marketings. Es gilt, durch Beiträge verschiedenster Art die Sympathie und das Vertrauen der Zielgruppe zu gewinnen und damit von seinem Unternehmen und den angebotenen Leistungen oder Produkten zu überzeugen. Erst die Gesamtheit der Maßnahmen – beispielsweise die Kombination aus Website, Blog und Social-Media-Postings – macht dabei jedoch den Erfolgsfaktor aus. Alle Inhalte müssen dafür zielgerichtet für die unterschiedlichen Kanäle aufbereitet werden. Stumpfe Duplikate oder Slogans, die nach “Kenn’ ich schon” schreien, werden Ihre Kunden nicht dafür begeistern können, sich mit der Vielschichtigkeit Ihres Unternehmens auseinanderzusetzen.

Content-Marketing ist nicht tot?!

Branchenkenner streiten sich seit einigen Jahren immer wieder leidenschaftlich darüber, ob Content-Marketing weiter eine Daseinsberechtigung habe oder eigentlich schon lange tot sei. Es fällt jedoch in Anbetracht der Hypes um Storytelling und Video-Clips schwer, an seiner Bedeutung für das Online-Marketing zu zweifeln. Die Gesellschaft scheint in allen Bereichen mehr Augenmerk auf die eigene Individualität und Persönlichkeit zu legen denn je –  warum sollte sich der Trend im Marketing entgegengesetzt verhalten?

Bewegte Bilder bewegen Emotionen

Geschichten erzählen, die Kunden mitreißen, können auch ansprechende Artikel oder eine Fotostrecke. Bewegte Bilder sind jedoch geradezu prädestiniert für diese Art des Marketings, gerade wenn Sie oder Ihre Mitarbeiter selbst vor der Kamera Platz nehmen. Das emotionale Erlebnis steht bei Videos an vorderster Stelle – und der Konsument nimmt dieses in vielen weiteren Facetten auf als das es bei anderen Formaten der Fall ist. Er sieht, mit wem er es eigentlich im Unternehmen zu tun hat. Wie sich die Protagonisten vor der Kamera bewegen, nimmt ihre Gestik und Mimik wahr. Er ordnet anhand ihrer Stimmfarbe das Gesagte ganz anders ein. Er liest Infotexte, die er unterbewusst mit den Emotionen des Videos verbindet und die dadurch länger im Kopf bleiben.

Die Kunst des Machens

Eines vorweg: Man muss sich überwinden. Es ist sicherlich nicht ganz einfach, sich vor die Kamera zu setzen und den sinnbildlichen Alleinunterhalter zu spielen. Und ja, es kann in Peinlichkeit ausarten, wenn man sich vorab keine Gedanken über das Video macht. Äh über Öh über Ähm sorgt eher für Stirnrunzeln, und der Bildausschnitt, in dem sich die leeren Kaffeetassen neben Aktenstapeln auf dem Schreibtisch türmen, wird wenig Vertrauen in das selbstkreierte Bild eines strukturierten Unternehmens schaffen. Investieren Sie Zeit in die Entwicklung eines Skript. Das gibt Ihnen beim Dreh Struktur. Machen Sie sich Gedanken über die technische Realisierung: Ton, Bild, Nachbearbeitung. Sorgen Sie während der Aufnahme für Ruhe und eine ungestörte Atmosphäre, und – ganz wichtig – bitten Sie jemanden, dem Sie vertrauen, den Videodreh zu begleiten. Trotzdem gilt: Übersteigerter Perfektionismus ist kontraproduktiv. Sie dann werden wahrscheinlich nie über die Phase des Probierens hinweg kommen. Und denken Sie daran: Kleine Schwächen schaffen Sympathien.

Positive Effekte des Video-Marketings

Die Belohnung für den Aufwand einer Video-Clip-Produktion liegt in einem Image-Gewinns für Ihr Unternehmen. Statistisch ist belegt, dass sich die durchschnittliche Verweildauer auf Internetseiten erhöht, die ihr Onlineangebot durch Videos bereichern. In der Regel sinkt dadurch auch die Absprungrate. Beide Faktoren wirken sich direkt auf das Google-Ranking aus. Weiterer Nebeneffekt: Sie kommen ins Gespräch, wenn die Videobeiträge direkt über die sozialen Medien geteilt werden können. Die Interaktion zwischen Unternehmen und Kunden wird gefördert. Viele Unternehmen berichten außerdem darüber, dass sich die Videos nachhaltig im Umsatz äußern: Die Marke bekommt ein Gesicht, die Menschen hinter dem Produkt wird greifbar – kurzum: bewegte Emotionen holen den Kunden ab.