Reines “Feature Fucking” reißt niemanden vom Hocker

70 mal 70 Milimeter groß, wahlweise blanko, liniert oder kariert, ausgestattet mit Spezialkleber für den besseren Halt und für das gute Gewissen zu satten 30 Prozent aus Altpapier. Wie? Sie lesen tatsächlich weiter und sind nicht bereits auf den Sprung in den nächsten Verbrauchermarkt? Dann hat die Produktwerbung für den Alleskönner Klebezettel wohl ihre Wirkung verfehlt …

Die Lösung eines Problems in den Fokus stellen 

Unser Beispiel macht es deutlich: Das Produkt ist eben nicht alles. Natürlich, Sie brauchen ein Produkt, damit Ihr Unternehmen Umsätze macht. Nur sollte sich die Vermarktung eben diesens nicht um das Produkt an sich, sondern vielmehr um die Lösung eines Problems drehen. Die Haftnotiz kauft man schließlich auch nicht für das gute Gewissen – sondern, um ihm Büroalltag bei allen den kleinen Gedanken am Rande den Überblick zu behalten.

Sie kennen Ihr Produkt besser als jeder andere

Schauen Sie sich im ersten Schritt Ihr Produkt ganz genau an: Warum haben Sie sich dafür entschieden, mit genau diesem an den Markt zu gehen? Und was hebt es, abseits der obligatorischen Features und Zusammensetzungen, mit einem tatsächlichen Mehrwert von den Konkurrenz ab? Jede Haftnotiz hat eine Klebefläche auf der Rückseite. Aber ist Ihre vielleicht mit einem Spezialkleber versehen, der sie auch dem Luftzug am offenen Fenster strotzen lässt? Die Kombination zwischen Hard Facts und Lösung macht hier den Unterschied.

Storytelling unterstützt die Vermarktung

Es lohnt sich für eine zielorientierte Lösungsvermarktung einen Abstecher in das Metier der Journalisten zu machen. Nutzwertjournalismus ist das Stichwort. Welche nützlichen Informationen bringen einen Nutzen für den Leser respektive Konsumenten respektive Kunden mit sich? Stellen Sie sich und Ihrem Team diese Frage – und gerne auch Ihren (enge) Kunden in einem offenen Feedback-Gespräch.

Hören Sie genau zu, was Ihnen in diesen Dialogen erzählt wird. Lassen Sie Ihren Gegenüber einfach mal reden. Denn oft wird er oder sie Ihr Produkt mit einem Erlebnis, einer kurzen Geschichte verbinden. Kernpunkt der Erzählungen, Sie werden es selbst erfahren, wird in der überwiegenden Zahl der Fälle sein: In welcher Situation war das Produkt hilfreich für mich?

Werden Sie kreativ – aber bleiben Sie authentisch!

Diese Geschichten markieren den Ansatz für Ihre persönliche Vermarktung mithilfe von Storytelling. Seien Sie kreativ und entwickeln Sie sie weiter. Oder kreieren Sie vielleicht sogar eigene Stories. Präsentieren Sie den Inhalten Ihren Kunden, als wenn darüber mit Ihrem Partner am Küchentisch sprechen würden. Auch dieser Kniff stammt übrigens aus dem Journalismus. Der klassische “Küchenzuruf” stellt jeden Journalisten immer wieder erneut auf die Probe: Was hat wer wann und wo und vor allem warum gemacht?

Probieren Sie es aus! Fragen Sie doch einfach mal Ihre Mitarbeiter, warum die schnöden Haftnotizen immer wieder auf der Einkaufsliste für den Bürobedarf auftauchen – und warum sie nicht darauf verzichten wollen.

Wir sind gespannt auf Ihre Geschichten. Schreiben Sie uns gerne eine E-Mail, wenn Sie weiteren Input benötigen.